Die Geschichte meines Bootes 'Maria von Magdala'

Nachdem ich im März 2017 ein kleines Haus in Migdal, dem ehemaligen Ort von Maria aus Magdala, gemietet hatte, las ich an einem Morgen in Markus 3, Vers 9: „Und er sagte zu seinen Jüngern, sie sollten ihm ein kleines Boot bereit-halten…“

In der englischen Übersetzung, die ich an dem Morgen las, war geschrieben: „Bereitet für mich ein kleines Boot.“ Ihr wisst, man kann etwas lesen und es sagt uns nichts persönlich, aber an diesem Morgen hatte ich den Eindruck, dass ich ein kleines Boot für den Herrn bereithalten soll. Über die Jahre hat man gelernt, wie man mit solchem Eindrucken umgehen soll und ich habe nur gebetet: „Wenn dies von dir ist, Herr Jesus, dann denke ich, wird etwas Außergewöhnliches passieren! Ich habe kein Geld, ein Boot zu kaufen.“

Kurze Zeit später las ich Johannes 21, die Verse 1 bis 2: „Danach offenbarte sich Jesus wieder den Jüngern am See Tiberias. Er offenbarte sich aber so: Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Natanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere Jünger.“

Ich fing an, die Jünger zu zählen und es waren nicht zwölf, sondern sieben Jünger. So hatte ich den Eindruck, es wird ein Boot sein für sieben Personen. Ich fragte meinen Nachbarn und schaute ein bisschen im Internet. Aber eines Tages dachte ich daran, dass meine alten Freunde in Tiberias – eine katholisch-charismatische Gemeinschaft – ein Boot haben. Ich sollte sie doch mal fragen, wo sie ihr Boot gekauft haben. Nach ca. 30 Minuten rief der damalige Leiter zurück und sagte: „Du kannst unser Boot haben, denn wir brauchen es nicht mehr. Wir wollen uns in Zukunft ein größeres Boat kaufen.“

Was ich nicht wusste: Acht Personen ist die höchste Anzahl, die man mitnehmen darf, wenn man keinen Boots-Führerschein hat. Der Motor darf nur 6 PS haben und das Boot darf nur 7 Meter lang sein. All das traf auf mein Boot zu und so verstand ich, dass dies wirklich vom Herrn ist.

Im Moment biete ich jeden Freitagmorgen eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth an und es ist sehr interessant, wer sich alles meldet. Zwei Jahre lang hatten wir ein Gebetstreffen am Sonntagmorgen auf dem Boot, aber derzeit ist die Gebetsgruppe so weit verstreut, dass wir durch das Internet mit Zoom im Gebet verbunden sind.

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